Nach der Operation | erster Behandlungsplan

08.03.2012

Nach der Operation, in der ca 70% des Tumors entnommen werden konnte, verlief Jakubs Genesung relativ schnell – die Fäden wurden ihm wenige Tage darauf gezogen und die nächsten Tage sollte Jakub in Heidelberg verbleiben und ausruhen. Die histologischen Untersuchungsergebnisse zeigen zweierlei: zum Einen scheint eine bestimmte Empfindlichkeit der Tumorzellen gegenüber Chemotherapeutika vorzuliegen, was ein sehr gutes Zeichen ist – und in diesem Fall bedeutet, dass eine Klasse von Medikamenten  eingesetzt werden kann, welche überall gut erhältlich ist. Zum anderen wurde aber auch festgestellt, daß partiell eine aggressivere Form des Tumors vorhanden ist und dieser daher sehr sorgfältig beobachtet werden muss. Auch liegt bei Jakub eine postoperative sprachliche Ausdrucksstörung vor, welche über einen polnischen Logopäden behandelt werden muss.

Therapie: eine Chemotherapie für die Dauer von 8 Monaten wird empfohlen, jede Woche Blutabnahme, alle 3 Monate Kontrolle. Die Behandlung erfolgt voraussichtlich in Tablettenform und per Infusion. Ein an Jakubs Zustand und Lebenssituation angepasstes Behandlungskonzept befindet sich gerade in Bearbeitung – weitere Infos dazu geben wir sobald wie möglich, denn noch ist nicht geklärt, wo die weitere Behandlung stattfinden kann.

Therapiekosten / weitere Spenden: aktuell befinden sich 6200 € in der Spendenkasse. An dieser Stelle sei noch einmal gesagt, daß wir uns riesig darüber freuen, wie schnell und wie viel an Spenden eingeflossen ist – Herzlichen Dank an euch alle !!! Das ist einfach großartig!!

Wie geht es nun weiter – denn die Erstoperation ist ja nun erfolgreich finanziert? Fest steht, daß die Operation lediglich einen Teil des gesamten Behandlungsplans darstellt und damit auch nur einen Teil der Kosten abbildet. Klar ist auch, daß über einen so langen Behandlungszeitraum andere Instanzen greifen müsen als ein rein privat aufgestelltes Spendenforum, also z.B. die polnische Krankenkasse. Auf Rückmeldung über polnische Behandlungszentren warten wir noch, auch hier werden wir so bald als möglich weiter informieren.Zunächst muss also der Behandlungsort, dann die künftige Wohnsituation inklusive Betreuung geklärt werden.

Erfreulich ist, daß die Kosten der Chemotherapeutika aus der Spendenkasse abgedeckt werden können – wir müssen allerdings noch klären, welcher Betrag zu den reinen Medikamentenkosten hinzukommt in den nächsten 8 Monaten.

Liebe Grüße und Dank an Alle!

im Namen von Jakub, Iwona und Hubert